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Spring nicht!


 
Meine Freundin Julia rennt mir voraus. Es ist mitten in der Nacht."Julia!",rufe ich. "Wo willst du hin?" Sie wohnt bei mir neben an. Und sie ist meine allerbeste Freundin, schon seit dem Kindergarten. Sie ist ein Teil meiner Seele. "Hau ab! Das musst du nicht sehen!" ruft sie zurück. Da ich in Sport eine Eins habe, hole ich schnell auf und halte sie am Arm fest. "Was soll das? Was willst du hier draußen?" frage ich sie. "Prue, ich bitte dich! Geh wieder nach hause!" ,"Mensch, Julia, ich bin nicht doof! Ich hab dich gesehen, du willst abhauen, oder?" Erst jetzt bemerke ich, dass sie Tränen im Gesicht hat. Sie weint. So verzweifelt sehe ich sie fast jeden Tag. In der Schule sagt sie kaum noch ein Wort. Sie wird wohl sitzen bleiben. Ihre Eltern verstehen sie kaum noch. Nur ich. Ich verstand sie immer. Und wenn ich eines besser verstehe, dann ist es, dass sie in Tom verliebt ist. Dieser siebzehn-jährige Vollidiot hat mir meine beste Freundin kaputt gemacht. Sie lacht nicht mehr. Das letzte Mal als sie gelacht hat, mh.... das muss wohl ein gutes Jahr her sein. "Bitte, Prudence, geh wieder nach Hause... früher oder später, wirst du verstehen..." Sie hat meinen ganzen Namen genannt. Das heißt, es grenzt an einen Notfall. "Nein. Verstehst du? Egal wo du hin gehst, da bin ich auch! Du bist meine beste Freundin!" Sie lächelt matt. Ich nehme sie in den Arm. Wische ihr ihre Tränen vom Gesicht. Doch es kommen Neue. Mit einem heftigen Ruck löst sie sich aus der Umarmung und rennt zu der Feuerwehrleiter des nächsten Hauses. Was will sie auf dem Dach? Ohne zu zögern renne ich hinterher. Die Leuter hinauf. "Juuuliaa!" brülle ich. Ich höre sie weinen.
 

Über den Dächern ist es so kalt und so still,

ich schweig deinen Namen, weil du ihn jetzt nicht hören willst!

Der Abgrund erstarrt, verschlingt jede Träne die fällt,

da unten ist nichts mehr, was dich hier oben noch hält!

 
 

"Julia, neiiiin!" kreische ich. Nun ist sie auf dem Dach. Wir wohnen mitten in Berlin und die Dächer sind also platt und begehbar. Oder so ähnlich.  Sie schreit eine Antwort. "Prue, ich kann nicht mehr!" Dann muss ich genau hinsehen, um den letzten Satz von ihren Lippen abzulesen. "Ich liebe ihn so sehr..." formen sie. Nein... bitte nicht... Das kann sie nicht tun...

 

Ich schrei in die Nacht für dich,

lass mich nicht im Stich,

spring nicht!!

Die Lichter fangen dich nicht,

sie betrügen dich,

spring nicht!!

Erinnere dich an dich und mich!
die Welt da unten zählt nicht,

bitte spring nicht!!

 
 

Ich renne zu ihr. Sehe ihr nochmal ins Gesicht. Auch ich weine nun. "Bitte nicht... Er hat dich nicht verdient..er...er weiß nichts von dir! Bitte!!" Sie weint unaufhörlich. "Ich wollte doch nur einmal geliebt werden. Einmal... nur einmal das zurück bekommen, was ich ihm gebe." ,"Julia! Bitte! Er kann es nicht, er wird es nicht! Er... ist es einfach nicht wert." ,"Die Liebe ist stark.So stark, dass sie mich schwächt. Ich bin am Ende. Alles macht ohne ihn keinen Sinn mehr. Mein Herz lässt keinen Anderen zu, du weßt es. Dir geht es doch genauso mit Georg." Sie hat Recht. Wir Beide sind am Verzweifeln. Nur ich kacke dabei nicht notenlich ab. "Gib dich nicht auf... bitte... ich brauche dich...mehr als Tom, oder Georg mich!" Ich falle auf die Knie. Julia vergräbt das gesicht in ihren Händen.

 

In deinen Augen scheint alles sinnlos und leer,

der Schnee fällt einsam,spürst ihn schon lange nicht mehr!

Irgendwo da draußen bist du verloren gegangen.

du träumst von nem´ Ende um nochmal von vorn anzufangen!

 

Langsam dreht sie sich um.Und mit genauso langsamen Schritten geht sie auf den Rand des Daches zu. Gleich wird alles verloren sein. Wieso kann Tom nicht für sie springen? Wieso ist dieser Möchtegern-Heini nicht da, wenn man ihn braucht? Wieso hat er sie so im Stich gelassen! Wieso? Ich nehme meine letzte Kraft zusammen und renne wieder zu Julia. Obwohl ich jetzt wieder näher an sie dran bin, erscheint sie mir weiter entfernt, als jemals zuvor.

 
 

Ich schrei in die Nacht für dich,

lass mich nicht im Stich,

spring nicht!!

Die Lichter fangen dich nicht,

sie betrügen dich,

spring nicht!!

Erinnere dich an dich und mich!
die Welt da unten zählt nicht,

bitte spring nicht!!

 
 

"Prue, du warst die beste Freundin, die ich je hatte. Ich bitte dich zum allerletzten Mal: Geh nach Hause! Ich will dir das Leid ersparen... mein Leid... meine Schmerzen die unendlich weh tun." Ich schüttel den Kopf. "Nein." flüstere ich. Automatisch greife ich nach ihrer Hand. "Lass mich los." sagt sie traurig. "Nein. Lass Tom los." Sie versteht was ich damit meine. "Ich kann nicht. Ich liebe ihn." Sie dreht sich von mir weg.

 
 

Ich weiß nicht wie lang,

ich dich halten kann!

Ich weiß nicht wie lang...

Nimm meine Hand, wir fangen nochmal an!
Spring nicht!

 

Was dann passiert, raubt mir nicht nur den Atem. Es raubt mir meine Hoffnung, meinen Lebenswillen. Meine Kraft. Wenn ihr einer wenigstens die Chance gegeben hätte, es Tom zu sagen. Sie hätte damit abschließen können. Aber es ging einfach nie. Andere haben einfach immer mehr Glück. Tausende Mädchen stehen bei jedem Kozert in der ersten Reihe. Weil sie alle angeblich unsterblich in Bill verliebt sind. Aber für wahre Gefühle ist in der ersten Reihe einfach niemals Platz. Und das hat auch Julia eingesehen. Ich sehe, wie sie das letzte mal schreit. Wie sie kreischt. Ein lauter, Markerschütternder Schrei. Und das Letzte, was ich von ihr höre. Bis auf den Aufprall- kurz nachdem sie gesprungen ist...

 
 

Ich schrei in die Nacht für dich,

lass mich nicht im Stich,

spring nicht!!

Die Lichter fangen dich nicht,

sie betrügen dich,

spring nicht!!

Erinnere dich an dich und mich!
die Welt da unten zählt nicht,

bitte spring nicht!!

Spring nicht!

 

Ich stehe noch eine ganze Weile da. Ich sehe die Welt von da an mit ganz anderen Augen. Ich helfe jedem Menschen wo ich kann. Ich bin ein besserer Mensch geworden. Trotz, dass es mir genauso mit Georg geht, habe ich gelernt, dass das kein Ausweg ist. Dass  es unfair war. In Julias Fall war es unfair. Unfair von den Fans, die unbedingt ein kind von Bill wollen und sie deswegen ständig angerempelt haben- sie als "Schlampe" betitelt haben. Weil sie eine Chance wollte. Die kalte Nachtluft streicht mir durch das Gesicht. Warum? Warum war er so unereichbar? Warum hat er nicht geholfen? Warum? Warum interessiert es keinen anderen Fan, was mit julia passiert ist? Warum werde ich nur beleidigt und Tom in Schutz genommen, wenn ich meine- ,Julias Geschichte, erzähle? Warum musste sie sterben, wenn ich leben darf? Warum mjacht sich nie ein anderer Fan Gedanken darüber? Diese Frage, stelle ich mir. Und julia konnte sie auch nie beantworten. Und Tokio Hotel werden nie die Chance kriegen, zu antworten- weil ich keine Chance kriege sie zu fragen- ihnen zu sagen, wie es mein Denken, mein Leben verändert hat! Ich schaue ein letztes Mal vom Dach. bevor ich mich umdrehe und zusammen breche.

 
 

und hält dich das auch nicht zurück...

dann spring ich für dich...

 

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